Historisches Museum
Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum zeigt Leben, Werk und Wirkung des Osnabrücker Autors – ein eindrucksvoller Ort für Literatur und Frieden.
- Geöffnet bis 17 Uhr nach den regulären Öffnungszeiten
- Markt 6, 49074 Osnabrück
- Eintritt frei
Öffnungszeiten
- Heute 18.10. 11–17 Uhr
- Morgen 19.10. geschlossen
- Dienstag 20.10. 10–13 und 14–17 Uhr
- Mittwoch 21.10. 10–13 und 14–17 Uhr
- Donnerstag 22.10. 10–13 und 14–17 Uhr
- Freitag 23.10. 10–13 und 14–17 Uhr
- Samstag 24.10. 11–17 Uhr
Angabe des Museums im Wortlaut
Dienstag bis Freitag: 10 - 13 Uhr und 15 - 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 11 - 17 Uhr
Ruhetag laut Museum: Montag
Feiertage und Sonderschließungen können abweichen – aktuelle Hinweise auf der Website des Museums.
Veranstaltungen im Haus
- Heart of Okinawa – Okinawas Herz18.10., 11:00 Uhr
- Digital Stark - Dein Netz. Dein Move.19.10., 11:00 Uhr
- Die Nachtwächter: „Hexenwahn & Aberglaube“20.10., 19:00 Uhr
- Nahtstellen21.10., 15:00 Uhr
- Mit 2 dabei21.10., 16:00 Uhr
Über das Museum
„Jetzt sehe ich erst, dass du ein Mensch bist wie ich. Ich habe gedacht an deine Handgranaten, an dein Bajonett und deine Waffen – jetzt sehe ich deine Frau und dein Gesicht und das Gemeinsame. Vergib mir, Kamerad! Wir sehen es immer zu spät. Warum sagt man uns nicht immer wieder, daß ihr ebenso arme Hunde seid wie wir, daß eure Mütter sich ebenso ängstigen wie unsere und daß wir die gleiche Furcht vor dem Tode haben und das gleiche Sterben und den gleichen Schmerz –. Vergib mir, Kamerad, wie konntest du mein Feind sein?”
“Im Westen nichts Neues” - Roman und FilmDer 1928 vom Osnabrücker Schriftsteller Erich Maria Remarque verfasste Roman "Im Westen nichts Neues" ist weltbekannt. Remarque selbst bezeichnete sein Werk als unpolitisch, allerdings gilt es heute in der Weltliteratur als einer der bedeutendsten Antikriegsromane des 20. Jahrhunderts. Schon mit seiner Veröffentlichung am 29. Januar 1929 erfuhr der Roman, auch aufgrund einer bis dahin im deutschen Buchhandel nie gesehenen Marketing-Kampagne, eine hohe Nachfrage. Der internationale Erfolg hält bis heute an. Mittlerweile wurde Remarques Werk in 50 Sprachen übersetzt mit einer geschätzten weltweiten Auflage von 20 bis 40 Millionen Exemplaren sowie zwei Filmversionen aus den Jahren 1930, 1979 und 2022. Erstere erhielt unter der Regie von Carl Laemmle einen Oscar, letztere wurde in 2023 für den Oscar in neun Kategorien nominiert. Insgesamt wurde die Neuverfilmung von Regisseur Edward Berger mit vier der begehrten Trophäen ausgezeichnet: Als bester “Internationaler Film”, sowie in den Kategorien “Beste Filmmusik”, “Bestes Produktionsdesign” und “Beste Kamera”.
“Im Westen nichts Neues” - die HandlungDer Roman handelt von den Kriegserlebnissen des Soldaten Paul Bäumer an der Westfront während des Ersten Weltkriegs. In der Ruhestellung hinter der Front erinnert er sich zurück an die Schulzeit und die patriotischen Reden seines Lehrers, die ihn und seine Schulkameraden überzeugten, sich freiwillig zum Kriegseinsatz zu melden. An den Drill während der Grundausbildung, der schnell klar machte, dass in der Schule erlernte Werte auf dem Kasernenhof ihre Gültigkeit verlieren. Die jungen Männer werden an die Westfront verlegt, wo sie durch eine Gruppe erfahrener Frontsoldaten in die Gefahren an der Front eingewiesen werden. Paul lernt, sich an die widrigsten Umstände anzupassen, zu überleben, verschiedene Geschosse am Klang zu unterscheiden und sich gegen den wirklichen Feind, den Tod, zu wehren. Ein kurzer Heimaturlaub zuhause lässt Paul feststellen, dass er sich verändert hat, dass es ihm unmöglich ist, seine grausamen Erfahrungen aus dem Schützengraben mitzuteilen. Enttäuscht kehrt er zu seinen Kameraden an die Front zurück, den Menschen, die ihm am nächsten sind. Nachdem er bei einem Angriff durch einen Splitter verwundet wird, verbringt er ein paar Wochen im Lazarett. Nach seiner Rückkehr an die Front sterben die Mitglieder seiner Gruppe nacheinander durch Kriegshandlungen. Bis auch Paul kurz vor Ende des Krieges tödlich getroffen wird „an einem Tag, der so ruhig und still war, dass der Heeresbericht sich auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden.“
Das Leben von Erich Maria RemarqueDer Autor Remarque wurde 1898 als Erich Paul Remark in Osnabrück als Sohn des Buchbinders Peter Franz Remark und seiner Frau Anna Maria geboren. Mit der späteren Schreibweise „Remarque“ betonte er seine Abkunft von französischen Einwanderern, mit dem neuen Zweitnamen „Maria“ ehrte er das Andenken an seine Mutter. Nach seiner Schulzeit in Osnabrück wurde er im November 1916 als Reserve-Rekrut eingezogen. 1917 wurde er an der Westfront durch einen Granatsplitter und Halsschuss verletzt und kam anschließend ins Armee-Hospital nach Duisburg. Nach seiner Genesung kehrte er nach Osnabrück zurück. Bereits während seines Aufenthalts im Lazarett begann er mit dem Schreiben über den Krieg. Von seinen Erlebnissen geprägt entwickelte Remarque eine Haltung, die von den meisten Biografen als…
Quelle: Open Data Niedersachsen (destination.one). Text: CC0. Angaben ohne Gewähr.